ORIENT UND OKZIDENT IN KLANGVOLLER BEGEGNUNG

Farben des Lebens – Eine Reise vom Orient zum Okzident

Ein stimmungsvoller Abend im ausverkauften Leobener Stadttheater verwandelte sich in ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Vom ersten Ton an lud die Musik dazu ein, mitzugehen, sich fallen zu lassen und hineinzuträumen in eine Klangwelt, in der Orient und Okzident einander in friedlichem Kulturaustausch begegnen.

Eine Gruppe exzellenter Musikerinnen und Musiker brachte persische und aserbaidschanische Musik auf die Bühne – Klänge voll sehnsuchtsvoller Melodien und bittersüßer Melancholie. Diese Musik erzählte vom Lieben und Loslassen, von der Freiheit und von der puren Lust am Leben. Nasrin Hobbi und ihr Ensemble machten all das für das Publikum spür- und erlebbar: die feine Melancholie, die überschäumende Lebensfreude, die leisen Zwischentöne, die weit über den Konzertsaal hinaus nachklingen.

Neben Nasrin Hobbi stand auch ihr Ehemann Franz Gruber, bis Herbst 2025 Mitglied des Chores der Wiener Staatsoper, auf der Bühne. Mit beeindruckender Präsenz interpretierte er ausgewählte Lieder – sowohl als Solist wie auch im Duett mit Nasrin. Ihre Stimmen verbanden sich in innigen, kraftvollen Momenten zu einem Dialog zwischen Kulturen, Sprachen und Emotionen.

Durch den Abend führte Maximilian Tödtling, der mit seinen verbindenden Texten Hintergründe eröffnete, Übergänge schuf und den roten Faden dieses musikalischen Erzählbogens sichtbar machte. So entstand nicht nur ein Konzert, sondern eine Reise – vom Orient zum Okzident, von der Fremde zur Nähe, von der Musik zum gelebten Miteinander.

Eine besonders berührende Dimension erhielt der Abend durch seinen wohltätigen Zweck: Der Erlös des Konzerts kommt „Kinder leben auf Zeit – Verein für die palliative Betreuung von Kindern“ zugute. Damit wurde die Botschaft der Musik – Mitgefühl, Verbundenheit und Lebensfreude – in eine ganz konkrete, unterstützende Geste verwandelt. Musik, die Brücken baut, traf hier auf gelebte Solidarität mit Kindern und ihren Familien, die Begleitung in schwersten Zeiten brauchen.

So blieb dieser Abend im Leobener Stadttheater nicht nur als klangvolles Erlebnis in Erinnerung, sondern auch als Zeichen dafür, wie Kunst Grenzen überwindet, Herzen öffnet und Hoffnung weiterträgt.

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