Digitale Medien verändern, wie Kinder aufwachsen. Gemeinsam können wir ihnen helfen, gesund und sicher zu wachsen.
Seit 2023 setzt sich Kiwanis District Austria aktiv für bewussteren Umgang mit digitalen Medien bei Kindern ein – mit Experten, die selbst Betroffene und Kenner sind.
Seit 2023 beschäftigt sich Max Böhler intensiv mit den Auswirkungen digitaler Medien auf Kinder im Vorschul- und Schulalter. Zahlreiche Studien bestätigen: Der zunehmende Konsum von Social Media kann körperliche, geistige und emotionale Entwicklung negativ beeinflussen – von Schlafstörungen bis zu sozialen Defiziten.
Eine erste Vortragsveranstaltung im April 2024 in Baden bestätigte das große Interesse. Daraus entstand die Idee, eine breite Informationsinitiative zu starten.
2018 war Anna-Sophie Standl Influencerin, Bloggerin und Social-Media-Managerin – bis zu 9 Stunden täglich online. Mit 30 erlitt sie einen Schlaganfall, der auf digitalen Stress zurückgeführt wurde. Erst danach erkannte sie, wie stark Social Media die mentale Gesundheit belasten kann.
Nach zwei Jahren Entzug berät sie heute Unternehmen, Schulen und Familien. Sie war Expertin in der ORF1-Doku “Das Handyexperiment” und kämpft für ein klares Mindestalter von 16 Jahren für Social Media.
Studien zeigen klar: Hoher, unkontrollierter Gebrauch ist mit erheblichen Risiken verbunden – besonders für Kinder im Entwicklungsalter.
Mehr als 2–3 Stunden täglich erhöht das Risiko für depressive Symptome, Angststörungen, niedrigeres Selbstwertgefühl und Schlafstörungen deutlich.
Starker Social-Media-Gebrauch geht mit Aufmerksamkeitsproblemen, reduzierter Arbeitsgedächtnisleistung und schlechteren Ergebnissen bei Lese- und Gedächtnistests einher.
Bildzentrierte Apps (Instagram, TikTok) stehen in Verbindung mit niedrigem Selbstwert und internalisiertem Schönheitsdruck – besonders bei Mädchen.
Endlos-Feeds und variable Belohnungssysteme aktivieren das dopaminerge Belohnungssystem. Kinder sind besonders vulnerabel und entwickeln schneller Abhängigkeiten.
Instagram-Selfies und öffentliche Selbstdarstellung erhöhen das Risiko, zur Zielscheibe zu werden. Jugendliche unterschätzen diesen Risikofaktor und übersehen langfristige Folgen.
Auf Snapchat, Discord und kleineren Chat-Apps treten Grooming, sexuelle Ansprachen und Erpressung häufig in schwer überwachbaren Räumen auf.
Diese Plattformen sind bei Kindern und Jugendlichen besonders verbreitet – und besonders riskant.
Basierend auf internationalen Empfehlungen der WHO, AAP und österreichischen Fachgesellschaften (ÖGKJ, Saferinternet.at).
Besonders aufmerksam sollten Eltern werden, wenn folgende Anzeichen auftreten:
Kiwanis District Austria und das Expertinnen-Team stehen für Vorträge, Workshops und Beratungen für Schulen, Gemeinden und Familien zur Verfügung.
Kiwanis International District Austria · Klagenfurt am Wörthersee · Eine Initiative für Kinder