Seit 2023 setzt sich Kiwanis District Austria aktiv für bewussteren Umgang mit digitalen Medien bei Kindern ein – mit Experten, die selbst Betroffene und Kenner sind.
Kiwanis District Austria · Governor 2025/26
Dr. Max Böhler
Seit 2023 beschäftigt sich Max Böhler intensiv mit den Auswirkungen digitaler Medien auf Kinder im Vorschul- und Schulalter. Zahlreiche Studien bestätigen: Der zunehmende Konsum von Social Media kann körperliche, geistige und emotionale Entwicklung negativ beeinflussen – von Schlafstörungen bis zu sozialen Defiziten.
Eine erste Vortragsveranstaltung im April 2024 in Baden bestätigte das große Interesse. Daraus entstand die Idee, eine breite Informationsinitiative zu starten.
Digitale Medien werden nicht aus unserem Alltag verschwinden. Umso wichtiger ist ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang – insbesondere bei Kindern.
Expertin für digitalen Stress · dis-connect.me
Mag. Anna-Sophie Standl
2018 war Anna-Sophie Standl Influencerin, Bloggerin und Social-Media-Managerin – bis zu 9 Stunden täglich online. Mit 30 erlitt sie einen Schlaganfall, der auf digitalen Stress zurückgeführt wurde. Erst danach erkannte sie, wie stark Social Media die mentale Gesundheit belasten kann.
Nach zwei Jahren Entzug berät sie heute Unternehmen, Schulen und Familien. Sie war Expertin in der ORF1-Doku “Das Handyexperiment” und kämpft für ein klares Mindestalter von 16 Jahren für Social Media.
Es braucht ein klares Verbot. Jugendliche unter 16 sollten Social Media gar nicht nutzen dürfen – weil das Dopamin sie so in den Bann zieht.
Studien zeigen klar: Hoher, unkontrollierter Gebrauch ist mit erheblichen Risiken verbunden – besonders für Kinder im Entwicklungsalter.
🧠
Psychische Gesundheit
Mehr als 2–3 Stunden täglich erhöht das Risiko für depressive Symptome, Angststörungen, niedrigeres Selbstwertgefühl und Schlafstörungen deutlich.
🎯
Aufmerksamkeit & Kognition
Starker Social-Media-Gebrauch geht mit Aufmerksamkeitsproblemen, reduzierter Arbeitsgedächtnisleistung und schlechteren Ergebnissen bei Lese- und Gedächtnistests einher.
👤
Selbstbild & sozialer Vergleich
Bildzentrierte Apps (Instagram, TikTok) stehen in Verbindung mit niedrigem Selbstwert und internalisiertem Schönheitsdruck – besonders bei Mädchen.
⚡
Algorithmische Sucht
Endlos-Feeds und variable Belohnungssysteme aktivieren das dopaminerge Belohnungssystem. Kinder sind besonders vulnerabel und entwickeln schneller Abhängigkeiten.
😰
Cybermobbing
Instagram-Selfies und öffentliche Selbstdarstellung erhöhen das Risiko, zur Zielscheibe zu werden. Jugendliche unterschätzen diesen Risikofaktor und übersehen langfristige Folgen.
⚠️
Risikokontakte & Grooming
Auf Snapchat, Discord und kleineren Chat-Apps treten Grooming, sexuelle Ansprachen und Erpressung häufig in schwer überwachbaren Räumen auf.
Diese Plattformen sind bei Kindern und Jugendlichen besonders verbreitet – und besonders riskant.
App & FunktionHauptrisiko
📺 YouTube
Empfehlungsalgorithmus hält Nutzer stundenlang. Kinder gelangen schnell zu ungeeigneten Inhalten. Keine soziale Altersverifizierung.
🎵 TikTok
Kurzvideos mit endlosem Scrollen (“For You Page”) – optimiert auf maximale Verweildauer. Kann Jugendliche rasch in Ketten belastender Inhalte (Depression, Selbstverletzung) führen.
📷 Instagram
Bilder, Reels, Direktnachrichten – besonders bildzentriert. Starker Zusammenhang mit Körperunzufriedenheit und sozialem Vergleichsdruck, vor allem bei Mädchen.
👻 Snapchat
Kurzlebige Fotos fördern riskantes Verhalten (“Streaks”-Druck). Hohes Grooming-Risiko durch verschwindende Nachrichten und private Chats.
🎮 Discord
Chats und Voice-Kanäle, schwer überwachbar. Häufiger Schauplatz von Mobbing, Erpressung und riskantem Kontakt zu Fremden in geschlossenen Gaming-Communities.
Empfehlungen (WHO, AAP, ÖGKJ)
Altersabhängige Bildschirmzeit
Basierend auf internationalen Empfehlungen der WHO, AAP und österreichischen Fachgesellschaften (ÖGKJ, Saferinternet.at).
0–2 Jahre
⏱ 0 Min./Tag (außer Videoanruf Familie)
Hirnentwicklung, Bindung und Spracherwerb haben absolute Priorität.
Kein Zugang
3–5 Jahre
⏱ Max. 30 Min./Tag (hochwertige Inhalte)
Nur begleitete Nutzung; Aufmerksamkeit und Bewegung priorisieren.
Kein Social Media
6–9 Jahre
⏱ Max. 45–60 Min./Tag
Lernen und soziale Skills fördern; Vergleichsdruck vermeiden.
Handys wegvon Kindern
Digitale Medien verändern, wie Kinder aufwachsen. Gemeinsam können wir ihnen helfen, gesund und sicher zu wachsen.
Menschen hinter
“Handys weg von Kindern”
Seit 2023 setzt sich Kiwanis District Austria aktiv für bewussteren Umgang mit digitalen Medien bei Kindern ein – mit Experten, die selbst Betroffene und Kenner sind.
Seit 2023 beschäftigt sich Max Böhler intensiv mit den Auswirkungen digitaler Medien auf Kinder im Vorschul- und Schulalter. Zahlreiche Studien bestätigen: Der zunehmende Konsum von Social Media kann körperliche, geistige und emotionale Entwicklung negativ beeinflussen – von Schlafstörungen bis zu sozialen Defiziten.
Eine erste Vortragsveranstaltung im April 2024 in Baden bestätigte das große Interesse. Daraus entstand die Idee, eine breite Informationsinitiative zu starten.
2018 war Anna-Sophie Standl Influencerin, Bloggerin und Social-Media-Managerin – bis zu 9 Stunden täglich online. Mit 30 erlitt sie einen Schlaganfall, der auf digitalen Stress zurückgeführt wurde. Erst danach erkannte sie, wie stark Social Media die mentale Gesundheit belasten kann.
Nach zwei Jahren Entzug berät sie heute Unternehmen, Schulen und Familien. Sie war Expertin in der ORF1-Doku “Das Handyexperiment” und kämpft für ein klares Mindestalter von 16 Jahren für Social Media.
Was Social Media mit
Kindern macht
Studien zeigen klar: Hoher, unkontrollierter Gebrauch ist mit erheblichen Risiken verbunden – besonders für Kinder im Entwicklungsalter.
Mehr als 2–3 Stunden täglich erhöht das Risiko für depressive Symptome, Angststörungen, niedrigeres Selbstwertgefühl und Schlafstörungen deutlich.
Starker Social-Media-Gebrauch geht mit Aufmerksamkeitsproblemen, reduzierter Arbeitsgedächtnisleistung und schlechteren Ergebnissen bei Lese- und Gedächtnistests einher.
Bildzentrierte Apps (Instagram, TikTok) stehen in Verbindung mit niedrigem Selbstwert und internalisiertem Schönheitsdruck – besonders bei Mädchen.
Endlos-Feeds und variable Belohnungssysteme aktivieren das dopaminerge Belohnungssystem. Kinder sind besonders vulnerabel und entwickeln schneller Abhängigkeiten.
Instagram-Selfies und öffentliche Selbstdarstellung erhöhen das Risiko, zur Zielscheibe zu werden. Jugendliche unterschätzen diesen Risikofaktor und übersehen langfristige Folgen.
Auf Snapchat, Discord und kleineren Chat-Apps treten Grooming, sexuelle Ansprachen und Erpressung häufig in schwer überwachbaren Räumen auf.
Wichtige Apps und ihre Risiken
Diese Plattformen sind bei Kindern und Jugendlichen besonders verbreitet – und besonders riskant.
Altersabhängige
Bildschirmzeit
Basierend auf internationalen Empfehlungen der WHO, AAP und österreichischen Fachgesellschaften (ÖGKJ, Saferinternet.at).
4 Strategien für
bewussten Medienkonsum
Wann Eltern aufmerksam
werden sollten
Besonders aufmerksam sollten Eltern werden, wenn folgende Anzeichen auftreten:
Gemeinsam für
starke Kinder
Kiwanis District Austria und das Expertinnen-Team stehen für Vorträge, Workshops und Beratungen für Schulen, Gemeinden und Familien zur Verfügung.
Kiwanis International District Austria · Eine Initiative für Kinder