Mentale Balance im Schulalltag – wie das BG/BRG Frauengasse neue Maßstäbe setzt
Psychische Gesundheit ist am BG/BRG Frauengasse in Baden kein Schlagwort, sondern gelebter Alltag. Seit 2020 verfolgt das Gymnasium ein innovatives Schulprojekt, das das Wohlbefinden der Schüler:innen konsequent in den Mittelpunkt stellt – professionell, nachhaltig und mit spürbarer Wirkung. Was heute als Vorzeigeprojekt in Baden gilt, begann mit einer klaren Vision: Schule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch innere Stärke und psychische Gesundheit fördern.
Getragen wird das Projekt „Psychologische Gesundheitsförderung in der Schule“ von der Klinischen- und Gesundheitspsychologin Mag.a Barbara Schöbl, engagierten Lehrkräften, der Schulleitung, dem Elternverein und dem Club Baden. Seit über sechs Jahren ist mentale Gesundheit strukturell im Schulalltag verankert, seit Herbst 2025 wird das Projekt zudem vom Club Baden tatkräftig unterstützt.
Im Zentrum steht ein klares Ziel: Resilienz früh aufbauen, Bewusstsein schaffen und Jugendlichen Werkzeuge geben, um Herausforderungen selbstbewusst, gesund und lösungsorientiert zu meistern. Das Projekt zeigt eindrucksvoll: Mentale Balance ist lernbar – und Schule kann ein Ort sein, an dem junge Menschen nicht nur akademisch, sondern auch persönlich wachsen.
Hilfe direkt vor Ort – schnell, vertraulich, alltagsnah
Das Herzstück des Projekts ist die psychologische Beratung direkt an der Schule – niederschwellig, vertraulich und ohne lange Wartezeiten. Schüler:innen der Unter- und Oberstufe können während oder nach dem Unterricht professionelle Unterstützung in ihrer vertrauten Umgebung in Anspruch nehmen. So entsteht ein geschützter Raum, in dem Sorgen ernst genommen und Schwierigkeiten offen angesprochen werden können.
Gerade in belastenden Phasen ist rasche Hilfe entscheidend: Psychische Krisen sollen früh erkannt und abgefedert werden, bevor sie sich verfestigen. Die Schule wird damit nicht nur Lernort, sondern auch sicherer Ankerpunkt im Alltag. Ziel ist, Resilienz zu stärken, Orientierung zu geben und deutlich zu machen: Du bist mit deinen Themen nicht allein.
Aufklären, stärken, vorbeugen
Neben der Einzelberatung setzt Mag.a Schöbl stark auf Prävention und Bewusstseinsbildung. In interaktiven Workshops und speziellen Formaten wie „Mental gestärkt zur Matura!“, „Selbstmanagement und Teambuilding“ oder „Gewaltfreie Kommunikation“ erwerben Schüler:innen Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinaus wirksam sind. Im Fokus stehen zentrale Aspekte psychischer Gesundheit:
– Entstigmatisierung: offen über Ängste, Depressionen und Leistungsdruck sprechen – ohne Tabus und Vorurteile.
– Stärkung der Klassengemeinschaft: ein Klima fördern, in dem sich alle sicher und angenommen fühlen.
– Früherkennung: sensibel werden für Anzeichen psychischer Belastung – bei sich selbst und anderen.
So wächst Schritt für Schritt eine Schulkultur, in der mentale Gesundheit ganz selbstverständlich dazugehört – als Grundlage für Lernerfolg, persönliche Entwicklung und respektvolles Miteinander.
Ein starkes Netzwerk für starke Jugendliche
Getragen wird das Projekt von einem dichten Unterstützungsnetz: Schulleitung, Lehrkräfte, Elternverein, Schulärztin, KIT-Team, die Peers der Schule und lokale Partner wie der Club Baden arbeiten eng zusammen. Sie schaffen ein stabiles Fundament, auf dem junge Menschen wachsen können.
Damit wird klar: Psychische Gesundheit ist keine Einzelinitiative, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Am BG/BRG Frauengasse ist sie fest im Schulalltag verankert – getragen von Verantwortung, Achtsamkeit und echter Beteiligung. Denn die Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist weit mehr als ein Zusatzangebot. Sie ist Basis für ein gesundes, selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben.
Fokus Jugendliche: Druck, Zweifel und große Fragen
Im Rahmen des Projekts zeigt sich deutlich, mit welchen Herausforderungen viele 10- bis 19-Jährige heute ringen – oft, ohne dass es nach außen sichtbar wird. Hinter guten Noten oder ruhigem Mitlaufen stehen nicht selten Erschöpfung, Selbstzweifel und Unsicherheit.
– Depressive Symptome und Ängste: Traurigkeit, Rückzug, Schlafprobleme oder innere Leere sind für viele Jugendliche Realität – häufig verkannt als „schlechte Laune“.
– Leistungsdruck und ständige Selbstoptimierung: Der Anspruch, immer funktionieren zu müssen, erzeugt Dauerstress. Die Angst zu scheitern oder „nicht zu reichen“ führt zu Erschöpfung und Überforderung.
– Social Media: Der permanente Vergleich mit scheinbar perfekten Leben setzt stark unter Druck. Körperbild, Selbstwert und Essverhalten geraten ins Wanken – weniger Bildschirmzeit schafft spürbar mehr innere Ruhe.
– Zukunftsängste und Sinnfragen: Gesellschaftliche Unsicherheiten und hohe Anforderungen lassen viele fragen: Bin ich gut genug? Hat das Sinn, was ich tue?
– Soziale Isolation und Mobbing: Ausgrenzung findet heute auch digital statt – rund um die Uhr. Cybermobbing nimmt Jugendlichen das Gefühl von Sicherheit. Darüber zu reden und Hilfe zu holen, ist zentral.
Die Rolle der Schulpsychologin – Brücke im System Schule
Mag.a Barbara Schöbl versteht sich als verbindende Instanz im System Schule. Sie begleitet Schüler:innen in belastenden Lebensphasen, unterstützt Eltern in Erziehungsfragen und berät Lehrkräfte bei psychosozialen Themen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Prävention: früh hinschauen, zuhören, handeln – bevor Belastungen chronisch werden. Für sie ist Schule nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern ein bedeutsamer Lebensraum. Genau dort setzt ihre Arbeit an.
Die Arbeit mit Jugendlichen erlebt sie als zutiefst sinnstiftend: eine sensible Phase voller Fragen, Unsicherheiten – und Potenzial. Junge Menschen zu stärken, ihre Ressourcen sichtbar zu machen und sie auf ihrem Weg zu begleiten, beschreibt sie als das Schönste an ihrem Beruf.
Vision für die Zukunft: Gesundheit als Schulfach und Raum für Begegnung
Für die Zukunft wünscht sich Barbara Schöbl Rahmenbedingungen, die Kindern und Jugendlichen ein stabiles, gesundes und glückliches Aufwachsen ermöglichen – emotional, sozial und geistig. Schule soll ein sicherer Lebensraum bleiben, in dem Fehler erlaubt sind und junge Menschen sich getragen fühlen. Sicherheit, Beziehung und psychische Gesundheit sollen denselben Stellenwert haben wie Noten und Prüfungen.
Ein wichtiger Schritt wäre für sie ein eigenes Schulfach „Gesundheitsförderung“ an Gymnasien – mit Themen wie psychische Gesundheit, Resilienz, Stressbewältigung, Medienkompetenz und Selbstwert. Prävention soll kein Randthema sein, sondern selbstverständlicher Teil von Bildung.
Darüber hinaus wünscht sie sich Orte der Begegnung – etwa ein Schüler:innen-Kulturcafé als lebendigen Treffpunkt in Baden: ein Raum für Austausch, Kreativität, Musik, Diskussion und Gemeinschaft. Ein Ort, an dem Jugendliche spüren: Wir gehören dazu und halten zusammen. Denn wer will, dass junge Menschen stark durchs Leben gehen, muss ihnen Räume geben, in denen sie gesund wachsen können.
Unterstützung für Familien – unabhängig vom Geldbörsel
Für Familien, die sich privat keine Therapie leisten können, gibt es wichtige, kostenfreie Angebote. Das österreichweite Projekt „Gesund aus der Krise“ bietet Kindern und Jugendlichen kostenlose klinisch-psychologische Behandlung und Psychotherapie – regional organisiert über den BÖP und unkompliziert zugänglich.
Gerade in belastenden Phasen darf Hilfe keine Frage des Geldes sein. Der Club Baden trägt wesentlich dazu bei, dass am BG/BRG Frauengasse weiterhin rasche, professionelle psychologische Unterstützung und Gesundheitsförderung direkt an der Schule möglich ist.
Die zentrale Botschaft: Hilfe frühzeitig in Anspruch zu nehmen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, Verantwortung und Selbstfürsorge.
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Posted: April 1, 2026 by Sepp Schachermayr
MENTALE GESUNDHEIT ALS GELEBTER SCHULALLTAG IN BADEN
Mentale Balance im Schulalltag – wie das BG/BRG Frauengasse neue Maßstäbe setzt
Psychische Gesundheit ist am BG/BRG Frauengasse in Baden kein Schlagwort, sondern gelebter Alltag. Seit 2020 verfolgt das Gymnasium ein innovatives Schulprojekt, das das Wohlbefinden der Schüler:innen konsequent in den Mittelpunkt stellt – professionell, nachhaltig und mit spürbarer Wirkung. Was heute als Vorzeigeprojekt in Baden gilt, begann mit einer klaren Vision: Schule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch innere Stärke und psychische Gesundheit fördern.
Getragen wird das Projekt „Psychologische Gesundheitsförderung in der Schule“ von der Klinischen- und Gesundheitspsychologin Mag.a Barbara Schöbl, engagierten Lehrkräften, der Schulleitung, dem Elternverein und dem Club Baden. Seit über sechs Jahren ist mentale Gesundheit strukturell im Schulalltag verankert, seit Herbst 2025 wird das Projekt zudem vom Club Baden tatkräftig unterstützt.
Im Zentrum steht ein klares Ziel: Resilienz früh aufbauen, Bewusstsein schaffen und Jugendlichen Werkzeuge geben, um Herausforderungen selbstbewusst, gesund und lösungsorientiert zu meistern. Das Projekt zeigt eindrucksvoll: Mentale Balance ist lernbar – und Schule kann ein Ort sein, an dem junge Menschen nicht nur akademisch, sondern auch persönlich wachsen.
Hilfe direkt vor Ort – schnell, vertraulich, alltagsnah
Das Herzstück des Projekts ist die psychologische Beratung direkt an der Schule – niederschwellig, vertraulich und ohne lange Wartezeiten. Schüler:innen der Unter- und Oberstufe können während oder nach dem Unterricht professionelle Unterstützung in ihrer vertrauten Umgebung in Anspruch nehmen. So entsteht ein geschützter Raum, in dem Sorgen ernst genommen und Schwierigkeiten offen angesprochen werden können.
Gerade in belastenden Phasen ist rasche Hilfe entscheidend: Psychische Krisen sollen früh erkannt und abgefedert werden, bevor sie sich verfestigen. Die Schule wird damit nicht nur Lernort, sondern auch sicherer Ankerpunkt im Alltag. Ziel ist, Resilienz zu stärken, Orientierung zu geben und deutlich zu machen: Du bist mit deinen Themen nicht allein.
Aufklären, stärken, vorbeugen
Neben der Einzelberatung setzt Mag.a Schöbl stark auf Prävention und Bewusstseinsbildung. In interaktiven Workshops und speziellen Formaten wie „Mental gestärkt zur Matura!“, „Selbstmanagement und Teambuilding“ oder „Gewaltfreie Kommunikation“ erwerben Schüler:innen Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinaus wirksam sind. Im Fokus stehen zentrale Aspekte psychischer Gesundheit:
– Entstigmatisierung: offen über Ängste, Depressionen und Leistungsdruck sprechen – ohne Tabus und Vorurteile.
– Stärkung der Klassengemeinschaft: ein Klima fördern, in dem sich alle sicher und angenommen fühlen.
– Früherkennung: sensibel werden für Anzeichen psychischer Belastung – bei sich selbst und anderen.
So wächst Schritt für Schritt eine Schulkultur, in der mentale Gesundheit ganz selbstverständlich dazugehört – als Grundlage für Lernerfolg, persönliche Entwicklung und respektvolles Miteinander.
Ein starkes Netzwerk für starke Jugendliche
Getragen wird das Projekt von einem dichten Unterstützungsnetz: Schulleitung, Lehrkräfte, Elternverein, Schulärztin, KIT-Team, die Peers der Schule und lokale Partner wie der Club Baden arbeiten eng zusammen. Sie schaffen ein stabiles Fundament, auf dem junge Menschen wachsen können.
Damit wird klar: Psychische Gesundheit ist keine Einzelinitiative, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Am BG/BRG Frauengasse ist sie fest im Schulalltag verankert – getragen von Verantwortung, Achtsamkeit und echter Beteiligung. Denn die Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist weit mehr als ein Zusatzangebot. Sie ist Basis für ein gesundes, selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben.
Fokus Jugendliche: Druck, Zweifel und große Fragen
Im Rahmen des Projekts zeigt sich deutlich, mit welchen Herausforderungen viele 10- bis 19-Jährige heute ringen – oft, ohne dass es nach außen sichtbar wird. Hinter guten Noten oder ruhigem Mitlaufen stehen nicht selten Erschöpfung, Selbstzweifel und Unsicherheit.
– Depressive Symptome und Ängste: Traurigkeit, Rückzug, Schlafprobleme oder innere Leere sind für viele Jugendliche Realität – häufig verkannt als „schlechte Laune“.
– Leistungsdruck und ständige Selbstoptimierung: Der Anspruch, immer funktionieren zu müssen, erzeugt Dauerstress. Die Angst zu scheitern oder „nicht zu reichen“ führt zu Erschöpfung und Überforderung.
– Social Media: Der permanente Vergleich mit scheinbar perfekten Leben setzt stark unter Druck. Körperbild, Selbstwert und Essverhalten geraten ins Wanken – weniger Bildschirmzeit schafft spürbar mehr innere Ruhe.
– Zukunftsängste und Sinnfragen: Gesellschaftliche Unsicherheiten und hohe Anforderungen lassen viele fragen: Bin ich gut genug? Hat das Sinn, was ich tue?
– Soziale Isolation und Mobbing: Ausgrenzung findet heute auch digital statt – rund um die Uhr. Cybermobbing nimmt Jugendlichen das Gefühl von Sicherheit. Darüber zu reden und Hilfe zu holen, ist zentral.
Die Rolle der Schulpsychologin – Brücke im System Schule
Mag.a Barbara Schöbl versteht sich als verbindende Instanz im System Schule. Sie begleitet Schüler:innen in belastenden Lebensphasen, unterstützt Eltern in Erziehungsfragen und berät Lehrkräfte bei psychosozialen Themen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Prävention: früh hinschauen, zuhören, handeln – bevor Belastungen chronisch werden. Für sie ist Schule nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern ein bedeutsamer Lebensraum. Genau dort setzt ihre Arbeit an.
Die Arbeit mit Jugendlichen erlebt sie als zutiefst sinnstiftend: eine sensible Phase voller Fragen, Unsicherheiten – und Potenzial. Junge Menschen zu stärken, ihre Ressourcen sichtbar zu machen und sie auf ihrem Weg zu begleiten, beschreibt sie als das Schönste an ihrem Beruf.
Vision für die Zukunft: Gesundheit als Schulfach und Raum für Begegnung
Für die Zukunft wünscht sich Barbara Schöbl Rahmenbedingungen, die Kindern und Jugendlichen ein stabiles, gesundes und glückliches Aufwachsen ermöglichen – emotional, sozial und geistig. Schule soll ein sicherer Lebensraum bleiben, in dem Fehler erlaubt sind und junge Menschen sich getragen fühlen. Sicherheit, Beziehung und psychische Gesundheit sollen denselben Stellenwert haben wie Noten und Prüfungen.
Ein wichtiger Schritt wäre für sie ein eigenes Schulfach „Gesundheitsförderung“ an Gymnasien – mit Themen wie psychische Gesundheit, Resilienz, Stressbewältigung, Medienkompetenz und Selbstwert. Prävention soll kein Randthema sein, sondern selbstverständlicher Teil von Bildung.
Darüber hinaus wünscht sie sich Orte der Begegnung – etwa ein Schüler:innen-Kulturcafé als lebendigen Treffpunkt in Baden: ein Raum für Austausch, Kreativität, Musik, Diskussion und Gemeinschaft. Ein Ort, an dem Jugendliche spüren: Wir gehören dazu und halten zusammen. Denn wer will, dass junge Menschen stark durchs Leben gehen, muss ihnen Räume geben, in denen sie gesund wachsen können.
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Für Familien, die sich privat keine Therapie leisten können, gibt es wichtige, kostenfreie Angebote. Das österreichweite Projekt „Gesund aus der Krise“ bietet Kindern und Jugendlichen kostenlose klinisch-psychologische Behandlung und Psychotherapie – regional organisiert über den BÖP und unkompliziert zugänglich.
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Die zentrale Botschaft: Hilfe frühzeitig in Anspruch zu nehmen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, Verantwortung und Selbstfürsorge.
Category: Blog, Clubartikel
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